Funktionen, die nur mit Apps möglich sind

Die richtige mobile Strategie zu finden ist momentan die Hauptaufgabe vieler Unternehmen und Städte. So sind sie sich häufig unsicher, ob eine App zusätzlich zu einer mobilen Website benötigt wird. Dabei ist die Entscheidung aufgrund der vielen Vorteile einer App gegenüber einer Website eigentlich leicht.

Funktionale Vorteile einer App

Viele nützliche Features wie Push-Nachrichten gibt es nur mit Apps. Jede Neuigkeit wird dem Nutzer sofort auf seinem Homescreen angezeigt und erspart ihm die Suche nach Informationen. Besonders für zeitlich unmittelbare Aktionen und Nachrichten (Beispielsweise: „Nur noch 150 Tickets für das Event heute Abend verfügbar!“) bieten Push-Nachrichten einzigartige Möglichkeiten. Falls dies nicht gewünscht ist können diese Nachrichten auch abgeschaltet werden, um den Eindruck von Spam zu vermeiden. Dafür ist außerdem, im Gegensatz zu einem Newsletter, keine Anmeldung über eine Emailadresse nötig.

Auch die sogenannte Beacon-Technologie, die äußerst flexible Einsatzbereiche im Location-Based Marketing mit sich bringt, ist nur mit einer App nutzbar. Sogar die Notwendigkeit einer ständigen Internetverbindung entfällt bei vielen Funktionen, da die Inhalte auf dem Device gespeichert sind. So kann die Anwendung selbst bei schlechtem Handyempfang (beispielsweise in Gebäuden) genutzt werden.
Diese Offline-Funktionalität bietet weitere Vorteile: So kann das angesagte „Couponing“, also Rabatt- oder Gutscheinaktionen, über eine App deutlich leichter zur Kundenbindung eingesetzt werden, da die Coupons direkt auf das Smartphone geladen und gespeichert werden.
Während mobile Webseiten also auf die Funktionen eines mobilen Browsers beschränkt sind, kann eine App grundsätzlich alle Gerätefunktionen des Smartphones oder Tablets nutzen. Angefangen bei der Kamera (zum Beispiel für direkten Bilder-Upload), über die erwähnten Beacons, bis hin zur Geo-Positionierung und damit einer Navigation direkt in der App.

Der Habitus entscheidet

Neben den funktionalen Vorteilen sind Apps meist hochwertiger als mobile Webseiten. Dies liegt unter anderem an der Benutzeroberfläche, da diese fast immer dem jeweiligen Systemstandard, also den Android- oder Apple-Style Guides, entspricht. Apps können auf Kontakte, Kalendereinträge oder Musik des Nutzers zugreifen und ermöglichen das Layout zu personalisieren und an die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers anzupassen. Mobile Webseiten bieten diese Optionen nur sehr eingeschränkt. Auch der Habitus einer App spielt für die Hochwertigkeit eine wichtige Rolle: Die Anwendungen können mittels einer Fingerberührung gestartet werden, die umständliche Eingabe einer URL in die Browserleiste entfällt. Insgesamt ist die Geschwindigkeit einer App deutlich höher und flüssiger als eine Webansicht, da nur bestimmte Daten heruntergeladen werden müssen und das „Gerüst“ lokal gespeichert ist.

Die ideale mobile Strategie benötigt also sowohl eine mobile Webpage als auch eine App. Im besten Fall ist alles innerhalb eines Single Source Publishing-Konzeptes durch Konnektoren verknüpft und aufeinander abgestimmt, um doppelte Arbeit und redundante Daten zu vermeiden. Eine App ist jedoch aus den oben genannten Gründen in jedem Fall eine Bereicherung einer mobilen Strategie. In vielen Fällen ist sie aber auch zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche mobile Strategie.